🛢️ Austausch • Veröffentlicht am 20. Mai 2026

Ölheizung austauschen: Was kostet der Umstieg auf Wärmepumpe?

Der Umstieg von Heizöl auf Umweltwärme wird vom Staat massiv gefördert. Erfahren Sie alles über Entsorgungskosten, Sanierungsaufwand und Einsparungen.

⏱️ Lesezeit: 10 Min.

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Ölheizung austauschen: Was kostet der Umstieg auf Wärmepumpe?
🛢️ Förderungs-Boni beim Ölheizungstausch:

Wer seine alte Ölheizung durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ersetzt, erhält die 30% Grundförderung und profitiert zusätzlich vom 20% Klimageschwindigkeits-Bonus. Der Gesamtzuschuss kann so bis auf 70% steigen.

Heizen mit Heizöl ist in Deutschland ein Auslaufmodell: Die CO₂-Abgabe verteuert den Brennstoff kontinuierlich, und der Einbau neuer reiner Ölheizungen ist gesetzlich stark eingeschränkt. Der Wechsel zu einer modernen Wärmepumpe ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll, erfordert jedoch im Vergleich zum Gasheizungstausch zusätzliche Schritte zur Entsorgung des alten Brennstofflagers.

1. Entsorgungskosten für Öltank und Leitungen

Bevor die Wärmepumpe installiert werden kann, muss das Öllager fachgerecht zurückgebaut werden. Diese Arbeiten dürfen nur von zugelassenen Fachbetrieben nach AwSV (Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) durchgeführt werden:

Tank-Typ & Kapazität Typische Netto-Kosten Leistungsumfang & Entsorgungsaufwand
Kunststoff-Batterietanks (bis 3.000 L) 1.000 € – 1.500 € Restöl abpumpen, Reinigung der Tanks, Zerschneiden & Abtransport.
Geschweißter Stahltank (im Keller, bis 5.000 L) 1.800 € – 2.600 € Entgasung, Reinigung, Zerschneiden mit Spezialwerkzeug, Metall-Entsorgung.
Erdtank (im Garten vergraben, bis 8.000 L) 2.500 € – 3.800 € Reinigung, Ausheben, Entsorgung oder Stilllegung durch Verfüllung mit Spezial-Kies.

2. Gewonnenen Raum sinnvoll nutzen

Ein oft vergessener Vorteil beim Tausch einer Ölheizung: Durch den Wegfall der Öltanks gewinnen Hauseigentümer im Keller oft einen komplett neuen, trockenen Raum von 6 bis 15 Quadratmetern Fläche. Dieser kann nach der Renovierung als Hobbyraum, Lager oder Werkstatt genutzt werden.

3. Die Bodenprobe-Pflicht

Wird ein Erdtank im Garten entfernt oder stillgelegt, verlangen Untere Wasserbehörden in vielen Bundesländern eine amtliche Bodenprobe (TÜV-Abnahme). Damit wird nachgewiesen, dass in der Vergangenheit kein Heizöl ins Erdreich gelangt ist. Die Kosten für diese Prüfung belaufen sich auf ca. 150 € bis 300 €.

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